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DigitalHumanitiesCraft/notker-edition

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Notker Psalmenkommentar – Digitale Edition (Prototyp)

Prototyp einer digitalen Edition von Notkers Psalmenkommentar (Notker III. von St. Gallen, ca. 950–1022). Demonstrationsobjekt: Psalm 2 (13 Verse). Proof of Concept für einen Drittmittelantrag.

Rolle Person / Organisation
Auftraggeber Dr. Philipp Pfeifer, Institut für Germanistik, Universität Graz
Kooperation Georg Vogeler, Bernhard Bauer (ZIM Graz)
Umsetzung Digital Humanities Craft OG

Was der Prototyp zeigt

Notkers Psalmenkommentar verschränkt lateinischen Psalmtext, althochdeutsche Übersetzung und exegetischen Kommentar in einem Textfluss. Das Interface macht diese Schichten einzeln sichtbar:

  • Drei funktionale Textschichten farblich unterschieden (Psalmzitat / Übersetzung / Kommentar)
  • Parallel-Layout Haupttext | nhd. Übersetzung, zeilengetreu — pro Notker-Zeile eine nhd.-Zeile an identischer Höhe
  • Textschichten- und Anzeige-Toggles (Psalmzitat, Übersetzung, Kommentar, Glossen, nhd., Quellen-Übersetzung)
  • Quellenapparat mit patristischen Quellen (Augustinus, Cassiodor, Remigius, Breviarium)
  • Psalter-Filter (G, R, H) mit Section-Type-Disambiguierung für die Sigle „R"
  • 13 Interlinearglossen inline dargestellt
  • Facsimile der Handschrift CSg 0021 via IIIF (e-codices)
  • Konfigurierbares Drei-Slot-Layout — jeder Slot zeigt wahlweise Quellen, Notkers Text, Handschrift, Psalter G/R/H, Wiener Notker, nhd.-Fließtext, synoptischen Vergleich oder die Siglen-Legende
  • Synoptischer Psalmtext-Vergleich (5 Textzeugen)
  • Wiener Notker als Paralleltext (ÖNB Cod. 2681)
  • URL-Persistenz — Deep Links für Gutachter
  • Quellentext-Betonungen — Schlüsselbegriffe in patristischen Zitaten fett hervorgehoben
  • Research Vault öffentlich einsehbar unter docs/vault.html — Methode, Domänenwissen, Anforderungen, Entscheidungen

Architektur

TEI-XML ist die kanonische Datenquelle. JSON wird daraus für die Web-UI abgeleitet.

Probeseite_Notker.docx → Pipeline (4 Python-Scripts) → psalm{N}.xml → psalm{N}.json → index.html

Kein Framework, kein Build-Step — maximale Langlebigkeit.

Lokale Nutzung

# Pipeline ausführen (regeneriert TEI + JSON für Psalm 2)
python scripts/build_tei.py
python scripts/tei_to_json.py

# Alle vorhandenen Psalmen (wenn mehrere TEI-Dateien existieren)
python scripts/tei_to_json.py

# Lokaler Server (für JSON-Fetch + IIIF-Viewer)
python -m http.server
# → http://localhost:8000/docs/index.html

# Oder: docs/index.html direkt als Datei öffnen (Fallback auf eingebettete Daten)

docs/index.html funktioniert auch direkt als Datei (Fallback auf eingebettete Demo-Daten).

Neuen Psalm hinzufügen

Das System ist auf Multi-Psalm-Skalierung ausgelegt. Wenn eine neue DOCX vorliegt:

python scripts/build_tei.py 3 --docx data/Psalm3.docx   # → data/tei/psalm3.xml
python scripts/tei_to_json.py 3                         # → data/processed/psalm3.json

data/tei/index.json und data/processed/index.json werden automatisch aktualisiert. Das Frontend liest diese Indices und macht den neuen Psalm in der Navigation klickbar — kein Code-Change in docs/index.html nötig. Deep-Link per URL-Hash: #psalm=3.

Erweiterbarkeit

Text-Bild-Verknüpfung in drei Ausbaustufen:

  1. Seiten-Synopse (implementiert): Vers-Klick navigiert den IIIF-Viewer zur Handschriftenseite.
  2. Zeilen-Synopse (teilweise): nhd. Übersetzung zeilengetreu zur Notker-Zeile; Rückbezug auf die Handschriftenzeile steht aus, weil die CSg-0021-Zeilenumbrüche noch nicht annotiert sind.
  3. Token-Synopse (Gesamtprojekt): Mouse-Over hebt korrespondierende Stelle hervor.

Slot-System (Panel-Registry): neue Pool-Einträge lassen sich deklarativ in docs/index.html als POOL-Eintrag ergänzen, ohne das Layout umzubauen.

Zitierhinweis

Haupttext-Daten basieren auf dem Referenzkorpus Altdeutsch (ReA/DDD):

Zeige, L. E.; Schnelle, G.; Klotz, M.; Donhauser, K.; Gippert, J.; Lühr, R. (2022). Deutsch Diachron Digital. Referenzkorpus Altdeutsch. Humboldt-Universität zu Berlin. DOI: 10.34644/laudatio-dev-MiXVDnMB7CArCQ9CABmW

Facsimile: e-codices, CSg 0021

Lizenz

Quellcode: MIT. Textdaten und Übersetzungen: Rechte beim jeweiligen Urheber.

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